Heute möchte ich meine Erfahrungen über die Entwicklung eines hilfreichen und positiven Mindset mit Dir teilen. Dein Mindset entscheidet darüber, wie erfolgreich und glücklich Du im Leben bist. Daher ist es wichtig zu verstehen, wie ein Mindset funktioniert – und vor allem wie das Gehirn dahingehend funktioniert und wie man es im positiven beeinflussen kann.

Was ist ein Mindset?

Das Wort “Mindset” ist heutzutage ein regelrechtes Buzzword. Alle sprechen darüber, aber so wirklich wissen was damit gemeint ist, tun die wenigsten. Die “Begründerin” des Begriffs ist Carol Dweck. Sie ist Wissenschaftlerin auf dem Gebiet menschlicher Motivation und erforscht die Unterschiede zwischen erfolgreichen und weniger erfolgreichen Menschen. Sie ist Professorin an der Standfort Universität und die Autorin des Buches “Mindset“. Ihre Arbeit beeinflusst maßgeblich Pädagogen und Geschäftsführer auf der ganzen Welt.

Allgemein gesprochen bedeutet Mindset nichts anderes als Deine Wahrheit. Es umfasst das woran du glaubst, Deine Einstellung Dir selbst und dem Leben gegenüber, der Art und Weise wie Du mit herausfordernden Situationen umgehst, Deiner Lebensphilosophie und den Werten die Du vertrittst.

Jeder hat sein individuelles Mindset, welches durch die Erfahrungen im Leben geprägt sind. Dieses Mindset beeinflusst wie wir die Welt wahrnehmen. Und spannenderweise beeinflusst unser Mindset auch, wie wir Informationen verarbeiten und abrufen können. Es fällt uns leichter Informationen aufzunehmen und abzuspeichern, wenn diese mit unserem Mindset übereinstimmen. Also ist das Mindset die höchste Grundlage für Bewertungen, Erwartungen und Werturteile. So wie Du Dich selbst und die Welt durch Dein Mindset siehst, bestimmt also maßgeblich nahezu alles in Deinem Leben!

Die zwei Mindsets nach Carol Dweck

In ihrer Forschung fand Carol Dweck heraus, dass es zwei grundsätzlich zu unterscheidende Mindset-Archetypen gibt. Menschen mit einem “Fixed Mindset” glauben, dass ihre Fähigkeiten bestimmten Grenzen unterliegen, die nicht veränderbar sind. Diese Menschen werden sich immer wieder als korrekt erweisen wollen, anstatt aus ihren Fehlern zu lernen.

Im Gegensatz dazu bedeutet “Growth Mindset” den Glauben daran, alles erreichen zu können. Diese Menschen wachsen an Herausforderungen und sehen Misserfolge nicht als Beweis für mangelnde Intelligenz, sondern als Chance für Wachstum und Ausbau vorhandener Fähigkeiten.

Welche Art von Geisteshaltung Du hast, manifestiert sich bereits in einem sehr frühen Alter. Sie bestimmt Dein Verhalten, Dein Verhältnis zu Erfolg und Misserfolg sowohl im beruflichen als auch im persönlichen Kontext. Und was am wichtigsten ist: Die Art der Denkweise bestimmt auch Deine Fähigkeit zum Glücklichsein.

Was wäre also, wenn Du wüsstest, dass Deine Denkweise entwickelt oder verbessert werden kann? Die meisten Menschen wünschen sich ein “Growth Mindset”, doch die meisten bleiben bei einem “Fixed Mindset”.

Welcher Mindset-Typ bist Du?

Auf dieser Webseite findest Du einen Test, der Dir hilft herauszufinden, welcher Mindset-Typ Du bist. Er fragt einige verschiedene Fragen und wirft dann ein Ergebnis aus.

Möglicherweise findest Du dort heraus, dass Du kein “Growth Mindset” hast. Mit einem “Fixed Mindset” zu denken bringt viele Limitierungen mit sich. Und es hindert Dich daran, dein volles Potenzial auszuschöpfen. Carol Dweck sagt zutreffend, dass das Bild welches Du über dich entwickelst maßgeblich darüber entscheidet, wie Du Dein Leben lebst.

Ich habe im Folgenden einige Strategien für Dich, die Dir dabei helfen können ein “Growth Mindset” zu entwickeln. Dies kann zu mehr Erfolg und Glück im Leben beitragen. Aber sei gewarnt: Wenn Du Dein Mindset wirklich ändern oder verbessern willst, wird es eine anstrengende Reise. Solche Veränderungen passieren nicht über Nacht. Ich habe über 7 Jahre gebraucht um mein Mindset von einem unglücklichen und depressiven zu einem lebensbejahenden und abenteuerliebenden zu entwickeln.

#1 Betrachte Fehler in einem anderen Licht

Alle scheitern. Im Beruf, in der Liebe, in der Freundschaft, überall. Und ja, Versagen kann hart sein. Versuche Dich mehr auf den Weg und den Prozess als auf das Ergebnis selbst zu konzentrieren. Um etwas zu erreichen, musst Du Dich anstrengen, manchmal musst Du die Komfortzone verlassen und die Extra-Meile laufen. Wenn Du also bei etwas scheiterst, bedeutet das nur, dass Du dich nicht genug angestrengt hast. Laufe die Extrameile einmal mehr wie die Anzahl deiner Versagen! Lerne aus Deinem Scheitern, siehe es als zusätzliche Motivation, es beim nächsten Mal besser zu machen. Verschwende nicht zu viel Zeit damit, darüber nachzudenken, warum und wie es möglich war, zu versagen. Die meiste Zeit wirst Du keine befriedigende Antwort finden. Konzentriere Deine Energie stattdessen auf den nächsten Versuch.

#2 Arbeite an Deinem Selbstbewusstsein

Du musst Dich Deiner Stärken und Begabungen in hohem Maße bewusst werden. Wenn Du nicht genug an Dich glaubst, um Hindernisse oder Herausforderungen zu überwinden, liegt das vielleicht daran, dass Du Dir nicht ganz bewusst bist, was für ein Geschenk Du für die Welt bist. Ich empfehle Dir dringend zu fragen, wofür die Menschen Dich schätzen und welche Fähigkeiten sie bewundern. Frage Deine besten Freunde, Deine Familie, Deine Kollegen und Chefs. Sie können Dir unterschiedliche Ansichten über Dich selbst vermitteln, und das wird dabei helfen mehr Selbstvertrauen zu entwickeln.

#3 Nutze Deine Neugier

Ich sehe jede Begegnung, jedes Gespräch und jede Situation als eine Gelegenheit zu lernen. Egal, wie klein und unwichtig es auch erscheinen mag, sei neugierig, stelle mehr Fragen, sprich mit Deinem Herzen. Wir können immer etwas Neues lernen. Und es ist wichtig zu wachsen. Ich persönlich habe daraus eine Gewohnheit entwickelt: Jedes Mal, wenn ich eine Begegnung oder ein Gespräch habe, reflektiere ich direkt den Moment und frage mich, was ich daraus gelernt habe. Wenn ich etwas nicht finden kann, bedeutet das, dass ich mehr fragen und tiefer gehen muss. Und glaube mir – wenn Du etwas sehr persönliches fragst, werden Dir die Menschen gerne eine Antwort geben. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Menschen es lieben, mehr von sich zu erzählen, wenn Du freundlich und mit echtem Interesse fragst. Ein kleiner Tipp um aus dem Nichts ein tolles Gespräch zu starten ist diese Frage: “Erzähle mir die drei besten Dinge, die Dir in diesem Jahr bisher passiert sind?”. Die Antworten, die Du erhältst könnten Dich sprachlos machen.

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#4 Begrüße neue Herausforderungen

Gegenwärtig hast Du vielleicht ein blockierendes Verhalten gegenüber Herausforderungen, Du denkst vielleicht, dass Du dazu nicht fähig bist, und wahrscheinlich ist die übliche Reaktion ein sehr starkes “Nein”. Was Du stattdessen tun solltest, ist, immer wenn sich dieses starke “Nein” in Deinem Kopf manifestiert, das “Nein” nicht zu wiederholen, sondern es stattdessen in “Nächste Gelegenheit” umzuwandeln. Sage es dreimal laut. Mach es Dir jedes Mal zur Gewohnheit, wenn Du vor einer neuen Herausforderung stehst, und bleib beharrlich. Du wirst die Ergebnisse ziemlich schnell sehen (ein paar Wochen). Wenn es zu Deiner Gewohnheit geworden ist und sich automatisch in Deinem Kopf manifestiert, bist Du da, wo Du hin willst.

#5 Fang an Andere zu feiern

Das Leben ist kein Wettbewerb. Solange Du es so siehst, wirst Du immer Probleme haben, die Wertschätzung anderer zu erhalten. Und die Wertschätzung der anderen ist ein Schlüssel zu Deinem eigenen Erfolg. Freue Dich für alle, die mit etwas Erfolg haben, sage es ihnen und feiere sie. Menschen merken das, und die Anerkennung und das Feiern wird schneller zu Dir zurückkommen, als Du denkst.

#6 Trage Deine neue Einstellung mit Stolz

Wenn Du auf dem Weg bist, ein “Growth Mindset” zu entwickeln oder es bereits entwickelt hast, trag es mit Stolz! Erkenne dich selbst als jemanden an, der eine Wachstumsmentalität besitzt, und sei stolz darauf, sich davon leiten zu lassen.

Hier ein toller Ted-Talk von Carol Dweck

Welcher Mindset-Typ bist Du? Lass uns gerne in den Kommentaren Erfahrungen austauschen!

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