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So arbeite ich

Meine Haltung

Eigentlich ist alles okay. Und trotzdem stimmt etwas nicht.

Eine innere Leere, eine Unruhe, das Gefühl, neben sich zu stehen und das eigene Leben eher zu verwalten als zu leben. Meist wird das mit noch mehr Leistung beantwortet und wird dadurch nur größer. Je erfolgreicher jemand wird, desto klarer spürt er manchmal, dass der Erfolg genau dieses Gefühl nicht erreicht. Um zu erklären, wie ich arbeite, muss ich zuerst erklären, wie dieses Gefühl überhaupt entsteht.

Wie dieses Gefühl entsteht

Dieselbe Bewegung — durch dein ganzes Leben

Wir kommen als vollständige, neugierige, mit uns selbst und der Welt verbundene Wesen auf die Welt. In diesem freien und unschuldigen Kontakt zur Welt wollen wir Erfahrung machen, um die Welt zu verstehen und zu erkunden. Allerdings wird uns von Anfang an antrainiert, dass wir nicht wir selbst sein dürfen.

1Elternhaus

Wo es beginnt

Auch mit den besten Absichten im Sinne der 'Erziehung' sagen uns unsere Eltern, wer wir sind, wie wir zu sein haben, was an uns richtig und was falsch ist. Unsere eigenen Impulse werden überschrieben: „Du bist doch nicht wütend", „jetzt sei lieb", „stell dich nicht so an", "dafür haben wir jetzt keine Zeit". Um Nähe und Zugehörigkeit nicht zu verlieren, beginnen wir uns anzupassen und eine Rolle zu übernehmen.

2Kindergarten · Schule · Universität

Die Institutionen

Im Kindergarten, in der Schule und später an der Universität setzt sich genau das fort, nun in Institutionen und im großen Maßstab. Uns wird gesagt, was richtig ist, unsere Aufmerksamkeit wird gelenkt, und unsere eigene Deutung wird bewertet, benotet und korrigiert. Wir lernen, nach außen zu schauen, zu funktionieren und uns daran zu messen, wie andere uns sehen. Was wir selbst wahrnehmen und für wahr halten, tritt in den Hintergrund.

3Unternehmen

Und später im Beruf

Und wenn wir später in Unternehmen arbeiten, finden wir dieselben Strukturen wieder: feste Rollen, klare Erwartungen, Bewertung nach Funktion und Leistung. Wir sind jemand über unsere Position, unsere Zahlen, unser Ergebnis, aber immer seltener einfach wir selbst.

Das Ergebnis

„Irgendwas stimmt nicht“

Durch all diese Stationen zieht sich dieselbe Bewegung. Wir geben zwei Dinge ab, die eigentlich uns gehören: die Lenkung der eigenen Aufmerksamkeit und die Deutung dessen, was wir erleben. Was als Schutz beginnt, wird über die Jahre zur Gewohnheit und schließlich zur zweiten Natur. Irgendwann leben wir dauerhaft in der Rolle und beobachten uns selbst von außen, statt in Kontakt mit uns zu sein. Genau daraus entsteht das Gefühl, dass etwas nicht stimmt, obwohl äußerlich alles passt. Das ist kein Defekt. Es ist der Preis einer Anpassung, die einmal notwendig war.

Ein anderer Ausgangspunkt

Warum ich woanders ansetze

Viele suchen dann Unterstützung mit dem Gedanken: „Ich hole mir eine Technik, und danach geht es mir besser.“ Doch sich nach außen zu richten und die Lösung von jemand anderem zu erwarten, ähnelt genau dem, was das Gefühl hervorgebracht hat.

Klassisches Coaching

arbeitet häufig am Verhalten: an Zielen, an Strategien, am „besser werden“. Ändert sich die Haltung nicht, kehren alte Muster in neuer Form zurück.

Klassische Psychotherapie

arbeitet oft am Inhalt: an der Geschichte, an ihrer Deutung. Das hat seinen Wert und seinen Ort — doch das Gedeutet-Werden von außen entfernt viele von sich selbst.

Mein Ansatz

Keine Arbeit an Verhalten oder Inhalt.

Ich arbeite mit dir an der inneren Haltung, aus der alles entsteht — und helfe dir dadurch die Deutung deines eigenen Erlebens zurückzuerlangen.

Was das für dich bedeutet

Begleiter — nicht Behandler

i.

Keine fertige Lösung. Ich gebe dir keine Technik, die ich auf dich anwende, damit du danach „funktionierst“. Ich gehe davon aus, dass du im Kern bereits vollständig bist — die Antwort liegt nicht bei mir, sondern in dir.

ii.

Struktur statt Inhalt. Ich arbeite nicht an deinen Geschichten und nicht daran, dein Verhalten zu optimieren, sondern an den Strukturen, mit denen du wahrnimmst und dich selbst siehst — auf Augenhöhe, ohne dein Leben für dich zu deuten.

iii.

Aufmerksamkeit nach innen. Wir richten deine Aufmerksamkeit nach innen: in deine Vorstellung, deine inneren Bilder, dorthin, wo dieses Erleben entsteht. Du bist dabei durchgehend wach und klar.

iv.

Zugang statt Eingabe. Es geht nicht darum, dir etwas einzugeben, sondern dir den Zugang zu dir selbst wieder zu öffnen.

Meine Haltung

Ich glaube nicht, dass der Mensch ein Mangelwesen ist, das man dauerhaft nachbessern muss.

Ich glaube, dass wir im Kern in Ordnung sind und dass dieses Gefühl der Fremdheit dort entsteht, wo wir den Kontakt zu uns selbst und zur Welt verloren haben. Was sich als Belastung zeigt, ist kein Feind, den man beseitigen muss, sondern ein Hinweis: Etwas Lebendiges in dir meldet sich. Diesem Hinweis gehen wir nach, statt ihn zu übertönen.

Worum es geht

Nicht reibungsloser funktionieren. Wieder du selbst sein.

Deinen eigenen Impulsen zu trauen, aus dir heraus zu entscheiden und in echtem Kontakt zu stehen. Diese Art von Veränderung entsteht nicht durch ein Werkzeug, das man dir gibt, sondern in einer echten Begegnung.

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