Überbehütet aufgewachsen: Warum du als Erwachsener auf Anleitung wartest
Zu viel Schutz hinterlässt eine Lücke, die man leicht übersieht. Warum ein Ich an der Antwort der Welt wächst und was fehlt, wenn dir immer jemand die Welt erklärt hat.
Du bist erwachsen und fähig, und trotzdem wartest du bei allem Neuen darauf, dass dir jemand sagt, wie es geht. Das ist keine Unselbstständigkeit. Es ist die Spur einer Kindheit, in der dir die Welt erklärt wurde, bevor du sie anfassen durftest.
Die neue Stelle ist schon deine dritte mit Führungsverantwortung, und trotzdem sitzt du in der ersten Woche da und wartest. Auf eine Einarbeitung oder wenigstens auf jemanden, der dir sagt, was von dir erwartet wird. Die anderen Neuen haben längst angefangen, einfach Dinge zu tun, und du fragst dich, woher sie wissen, dass sie das dürfen.
Im Kleinen sieht es ähnlich aus. Bevor du ein Regal aufbaust, schaust du dir zwei Videos an. Bevor du einem Kunden einen Preis nennst, fragst du in einer Gruppe nach, was andere verlangen. Ein Brief vom Finanzamt bleibt ungeöffnet liegen, bis jemand Zeit hat, ihn mit dir anzuschauen. Und bei der Frage, welches Sofa ihr nehmt, hast du durchaus eine Meinung, aber du traust ihr erst, wenn jemand sie bestätigt hat.
Von außen wirkst du dabei oft sehr kompetent. Du weißt viel und kannst über fast alles mitreden. Nur in dem Moment, in dem du etwas zum ersten Mal selbst tun sollst, ohne Vorlage und ohne Rückversicherung, steht in dir etwas still.
Viele Menschen, die das kennen, hatten eine Kindheit, die man von außen behütet nennen würde. Es gab Liebe und viel Aufmerksamkeit. Niemand hat sie vernachlässigt, eher im Gegenteil. Und genau darin liegt der Schlüssel zu dem, was ihnen heute fehlt.
Zu viel Schutz hinterlässt auch eine Lücke
Wenn wir an eine schwierige Kindheit denken, denken wir meistens an zu wenig. An Eltern, die keine Zeit hatten, oder an ein Zuhause ohne Halt. Überbehütung scheint das Gegenteil davon zu sein, ein Zuviel an genau dem, was anderen gefehlt hat. Wie kann daraus ein Problem werden?
Ich sehe das so: Beide Erfahrungen lassen ein Kind mit etwas allein. Das vernachlässigte Kind ist allein mit der Welt. Wenn es Hilfe braucht, ist niemand da. Das überbehütete Kind ist nie allein mit der Welt. Es ist immer jemand da, der eingreift, bevor es herausfinden konnte, ob es selbst zurechtkommt. Bei der Vernachlässigung fehlt der Mensch, bei der Überbehütung fehlt die Welt.
Überbehütung hat viele Gesichter, und nicht alle sehen nach Schutz aus. Es ist der Erwachsene, der „Pass auf!“ ruft, bevor das Kind überhaupt auf die Mauer gestiegen ist, oder der Satz „Lass, ich mach das schnell“, wenn das Kind seit zwei Minuten mit dem Reißverschluss kämpft. Dazu gehören auch Eltern, die den Streit mit der Lehrerin für ihr Kind führen und jede Frage beantworten, bevor das Kind sie zu Ende gedacht hat. Mit Müttern hat das übrigens nicht mehr zu tun als mit Vätern oder Großeltern. Es geht um eine Haltung, nicht um eine Rolle.
Die Forschung zu dem, was im Englischen Helicopter Parenting heißt, ist noch vergleichsweise jung. Eine Gruppe um die Psychologin Holly Schiffrin hat dazu knapp dreihundert Studierende befragt. Eine solche Befragung zeigt Zusammenhänge, keine Ursachen, aber das Muster ist deutlich. Wer Eltern beschrieb, die stark lenkten und eingriffen, berichtete von mehr depressiven Symptomen und war weniger zufrieden mit dem eigenen Leben. Ein großer Teil dieses Zusammenhangs ließ sich darüber erklären, dass diese jungen Erwachsenen sich in ihrem Bedürfnis nach Selbstbestimmung und nach dem Erleben eigener Kompetenz verletzt fühlten. Das deckt sich mit dem, was ich beobachte: Nicht die Liebe ist das Problem, sondern dass sie dem Kind die Erfahrung abnimmt, selbst etwas zu können.
Ein Ich wächst an der Antwort der Welt
Um zu verstehen, warum das so tief wirkt, muss man sich anschauen, wie ein Kind überhaupt ein Gefühl für sich selbst entwickelt. Es entsteht nicht dadurch, dass man ihm sagt, wer es ist. Es entsteht dadurch, dass das Kind etwas tut und die Welt darauf antwortet.
Der Turm aus Bauklötzen fällt um, wenn der oberste Stein zu weit hinausragt. Die Hand wird kalt, wenn man sie zu lange in den Schnee hält. Der Becher läuft über, wenn man weitergießt. Das andere Kind im Sandkasten nimmt einem die Schaufel weg, und was dann passiert, hängt davon ab, ob man festhält oder loslässt. Aus tausenden solcher Antworten wächst in einem Kind etwas, das tiefer liegt als Wissen: ein Gefühl dafür, dass es etwas bewirken kann und dass es erfährt, was dann geschieht. Dieses Gefühl sitzt nicht im Kopf. Es sitzt in den Händen und im Bauch.
Man kann sich das als eine Bewegung in drei Schritten vorstellen. Zuerst geschieht etwas, das Kind erlebt es. Dann kommt ein kurzer, oft stiller Moment, in dem es selbst begreift, was das bedeutet hat. Erst aus vielen solchen Momenten wird eine Erfahrung, die ihm gehört. Überbehütung greift meistens zwischen dem ersten und dem zweiten Schritt ein. „Siehst du, das habe ich dir doch gesagt.“ „Das ist umgefallen, weil du zu schnell warst.“ Das Kind bekommt eine Bedeutung geliefert, und sie ist vielleicht sogar richtig. Aber sie ist nicht seine. Es lernt, was die Dinge bedeuten, aus dem Mund eines anderen.
Und noch etwas fehlt, wenn ein Kind vor jedem Misslingen bewahrt wird. Es lernt nie, dass Misslingen überlebbar ist. Ein Kind, das nie vom Fahrrad fällt, weiß nicht, dass man wieder aufsteht. Ein Kind, dessen Streit immer jemand anders schlichtet, weiß nicht, dass sich eine Freundschaft auch nach einem Streit wieder einrenken kann. Das, was einem solchen Kind am meisten fehlt, ist nicht das Gelingen. Es ist die Erfahrung, dass es auch das Scheitern übersteht.
Meinungen statt Erfahrungen
Als Erwachsener trägt man aus einer solchen Kindheit oft einen großen Vorrat an Wissen mit sich, aber erstaunlich wenig eigene Erfahrung. Man kann erklären, wie Dinge funktionieren. Man hat zu fast allem eine Meinung, und sie ist oft gut begründet. Nur stammt sie zu einem großen Teil von anderen. Es ist ein bisschen, als hätte jemand hundert Kochbücher gelesen und noch nie ohne Rezept gekocht. Er kann jedes Gericht beschreiben. Aber er hat keine Ahnung, wie es schmeckt, wenn er selbst etwas wagt.
Daraus folgt eine Haltung, die vielen gar nicht als Haltung auffällt. Vor jeder neuen Aufgabe lautet die erste Frage: Wie macht man das richtig? Die Frage, was man selbst hier eigentlich will, kommt später oder gar nicht. Es gibt ein feines Gespür dafür, wer im Raum Bescheid weiß, und eine Neigung, sich an dieser Person auszurichten. Es werden Bewertungen gelesen und Anleitungen gesammelt. Das sieht nach Gründlichkeit aus, und manchmal ist es das auch. Oft ist es aber der Versuch, sich einen Erwachsenen zu besorgen, der neben einem steht.
Wer so geprägt ist, hat außerdem eine größere Angst vor Fehlern als andere, und das ist folgerichtig. Ein Fehler ist für ihn kein Ereignis, aus dem man etwas lernt, weil er diese Erfahrung kaum machen durfte. Er ist eine Bedrohung, deren Ausgang unbekannt ist. Also wird lieber noch einmal gefragt und noch eine Meinung eingeholt. Wie sehr das auch Entscheidungen lähmen kann und warum andere einem dann so gern die Wahl abnehmen, beschreibe ich in Entscheidungen fallen dir schwer?
Dazu kommt eine Verletzlichkeit, über die selten gesprochen wird. Wer nie gelernt hat, sein eigenes Urteil an der Wirklichkeit zu prüfen, lässt sich leichter von Menschen beeindrucken, die sehr sicher auftreten. Der Chef, der keine Zweifel kennt, oder die Partnerin, die immer weiß, was zu tun ist, fühlen sich zunächst wie eine Erleichterung an. Erst später merkt man, dass man wieder in der alten Lage ist: Jemand anderes erklärt einem die Welt.
Warten oder Widerstand: zwei Gesichter derselben Prägung
Nicht jeder, der überbehütet aufgewachsen ist, wartet auf Anleitung. Manche haben das Gegenteil entwickelt. Sie können keinen Rat annehmen, auch keinen guten. Sobald jemand ihnen sagt, wie etwas geht, machen sie es anders. Hilfe empfinden sie als Einmischung, Fragen als Kontrolle. Von außen wirken sie sehr eigenständig.
Auf den zweiten Blick hängen sie genauso am Blick der anderen wie die, die warten. Sie richten sich nur nach ihm aus, indem sie das Gegenteil tun. Ihre Eigenständigkeit ist eine Abgrenzung, keine Erfahrung. Und sie kostet viel Kraft, weil jeder Ratschlag erst einmal abgewehrt werden muss, bevor man prüfen kann, ob er etwas taugt.
Es gibt auch eine dritte, leisere Form, die aus beiden etwas hat: den Menschen, der alles vorausplant. Er sorgt dafür, dass er nie in eine Lage kommt, in der er ohne Plan dasteht. Das ist anstrengend, aber es erspart ihm die Situation, die er am wenigsten kennt, nämlich einfach etwas zu probieren und zu sehen, was passiert.
Viele Menschen leben mehrere dieser Formen nebeneinander. Im Beruf passen sie sich an, zu Hause wehren sie jede Einmischung ab. Oder umgekehrt. Allen Formen ist gemeinsam, dass die eigene Erfahrung nicht der Ausgangspunkt ist. Sie wird entweder durch eine fremde Anleitung ersetzt oder durch den Widerstand gegen sie.
Welche Spur in deine frühen Jahre führt
Überbehütung kann in jeder Phase der ersten sieben Jahre wirken. Besonders häufig führt die Spur aber in die Autonomiephase, die etwa mit zweieinhalb Jahren beginnt und bis ungefähr vier reicht. Ihre Grundfrage lautet: Darf ich Nein sagen? In diesen Jahren will ein Kind die Schuhe selbst anziehen, auch wenn es dreimal so lange dauert, und es will entscheiden, ob es die rote oder die blaue Jacke trägt. Hinter jedem dieser kleinen Kämpfe steht eine größere Frage: Bleibt die Verbindung bestehen, wenn ich etwas auf meine Weise mache?
Wenn ein Elternteil den eigenen Weg des Kindes als Gefahr erlebt oder als Zeichen, nicht mehr gebraucht zu werden, dann lernt das Kind etwas sehr Grundsätzliches. Mein eigener Weg gefährdet die Liebe. Und die Liebe, die es erlebt, ist eine, die festhält. Später zeigt sich das oft als Leere bei der Frage „Was willst du eigentlich?“ und als schlechtes Gewissen, sobald man sich abgrenzt. Manche erleben auch Nähe selbst so, als würde sie einen verschlucken. Wie eng das mit der Angst vor festen Bindungen zusammenhängen kann, beschreibt Bindungsangst überwinden.
Eine zweite Spur reicht in die Leistungsphase zwischen ungefähr vier und sieben, mit der Grundfrage: Darf ich gesehen werden? Hier zeigt sich Überbehütung nicht so sehr als Festhalten, sondern als dauerndes Erklären und Verbessern. Das Kind malt ein Bild, und bevor es fertig ist, zeigt ihm jemand, wie man Pferde richtig malt. Es lernt, dass sein eigener Versuch erst etwas wert ist, wenn ein Erwachsener ihn korrigiert hat. Als Erwachsener zeigt es dann lieber nichts, was noch nicht fertig ist. Das ist eine der Wurzeln des inneren Prüfers, um den es in Perfektionismus geht.
Welche Spur bei dir die lautere ist, lässt sich nicht aus dem Verhalten allein ablesen. Dasselbe Warten auf Anleitung kann aus verschiedenen Zeiten stammen. Verlässlicher ist, wann es kippt und wie es sich dann anfühlt. Wird es eng, sobald dir jemand nahekommt oder etwas von dir erwartet, und mischt sich Schuld hinein, wenn du deinen eigenen Weg gehst? Dann liegt die Autonomiephase nahe. Brennt eher Scham, sobald du etwas zeigen sollst, das du selbst versucht hast? Dann lohnt der Blick in die Leistungsphase. Beides sind Richtungen, keine Urteile, und wie die vier Phasen aufeinander aufbauen, erklärt der Grundlagenbeitrag Prägung in der Kindheit genauer.
Die Wut, die keinen Platz hatte
Achte einmal darauf, was dein Körper tut, wenn du etwas Neues selbst anfangen sollst. Viele beschreiben einen Moment, in dem die Hände zögern und sich der Kopf anfühlt wie in Watte, als wäre plötzlich alles Wissen weg. Und oft kommt sofort der Impuls, zum Telefon zu greifen und nachzuschauen, wie man es macht. Das ist der Moment, in dem früher ein Erwachsener eingegriffen hätte. Dein Körper wartet noch immer auf ihn.
Spannung ist sehr oft ein zurückgehaltener Impuls, und hier hält sie häufig zwei Dinge fest. Das eine ist der Impuls zuzugreifen und dabei auch Unordnung zu machen. Das andere ist überraschender, und viele erschrecken, wenn sie es bemerken: Wut.
Es ist die Wut eines Kindes, dem immer wieder etwas aus der Hand genommen wurde. Bei einem strengen oder abwesenden Elternteil hätte sie wenigstens eine Adresse gehabt. Bei einem liebevollen, der es nur gut meint, hat sie keine. Wie soll man wütend sein auf jemanden, der einen beschützt? Also wird die Wut nicht gefühlt. Sie wird zu Trotz oder zu einer diffusen Gereiztheit, sobald jemand einem helfen will. Viele Erwachsene, die überbehütet aufgewachsen sind, reagieren auf gut gemeinte Ratschläge mit einem Ärger, den sie sich selbst nicht erklären können. Er ist oft älter als der Ratschlag. Was eine Wut, die nie sein durfte, mit einem Menschen macht, ist das Thema von Unterdrückte Wut.
Wer diese Wut zum ersten Mal spürt, bekommt häufig sofort ein schlechtes Gewissen. Das gehört dazu. Wütend zu sein auf jemanden, den man liebt, ist kein Verrat an ihm. Es ist die Kraft, die man braucht, um sich von ihm zu unterscheiden.
Die Liebe war echt
An dieser Stelle ist eines wichtig: Es geht hier nicht darum, Eltern etwas vorzuwerfen. Die meisten Eltern, die stark beschützt haben, haben es aus Liebe getan. Oft auch aus einer eigenen Angst, die älter war als ihr Kind. Manche hatten selbst eine Kindheit, in der niemand auf sie aufgepasst hat, und wollten es besser machen. Andere lebten in einer Umgebung, die ihnen jeden Tag sagte, wie gefährlich die Welt für Kinder ist, und konnten den Gedanken nicht ertragen, dass ihrem Kind etwas zustößt.
Die Liebe war echt. Und sie war mit Angst vermischt. Beides stimmt gleichzeitig, und es hilft wenig, das eine gegen das andere auszuspielen. Du kannst dankbar sein für das, was du bekommen hast, und trotzdem trauern um das, was dabei gefehlt hat. Viele Menschen wagen den zweiten Teil nicht, weil er sich undankbar anfühlt. Aber genau diese Trauer macht den Weg frei, das Fehlende nicht mehr bei den Eltern einzufordern, sondern es sich im eigenen Leben zu holen.
Das zeigt sich oft auch im Verhältnis zu den Eltern heute. Vielleicht rufst du vor wichtigen Entscheidungen noch immer zuerst zu Hause an. Vielleicht geben deine Eltern dir auch mit sechzig noch Ratschläge, und du nimmst sie mit einer Mischung aus Erleichterung und Groll entgegen. Das ist keine Schwäche. Es ist eine Verbindung, die ihre alte Form behalten hat, weil niemand ihr eine neue gegeben hat.
Was sich nachholen lässt
Deine Prägung lässt sich nicht löschen. Aber die Erfahrungen, die damals gefehlt haben, lassen sich zu einem guten Teil nachholen. Nur nicht auf dem Weg, der dir am nächsten liegt. Wer überbehütet aufgewachsen ist, möchte auch das Nachholen am liebsten gründlich anleiten lassen. Auch dieser Beitrag ist am Ende eine Erklärung von jemand anderem. Sie kann dir zeigen, wo du suchen kannst. Die Erfahrung selbst kann sie dir nicht geben.
Erfahrungen entstehen dort, wo die Welt direkt antwortet. Beim Kochen ohne Rezept, wenn du schmeckst, ob zu viel Salz drin ist. Oder bei einem Gespräch, das du führst, ohne es vorher in Gedanken zu proben, und bei dem du merkst, wie der andere wirklich reagiert. Das sind keine Übungen für ein besseres Ich. Es sind Gelegenheiten, in denen dir die Welt eine Antwort gibt, die niemand für dich übersetzt.
Achte auf den Moment, in dem du nachfragen oder nachschauen willst. Er ist eine Information. Du musst ihm nicht widerstehen, aber du kannst einen Augenblick warten und den nächsten kleinen Schritt selbst gehen, bevor du fragst. Oft stellst du fest, dass du mehr weißt, als du dachtest. Manchmal stellst du fest, dass du dich geirrt hast. Beides ist eine Antwort, und beides gehört dir.
Und lass Fehler stehen, wenigstens eine Weile. Wer überbehütet aufgewachsen ist, möchte einen Fehler sofort korrigieren, am besten, bevor ihn jemand sieht. Wenn du ihn einen Moment lang aushältst, merkst du vielleicht, dass nichts Schlimmes passiert. Diese Erfahrung ist das, was damals gefehlt hat.
Am meisten verändert sich allerdings in Beziehungen. Diese Prägung ist zwischen Menschen entstanden, und sie lockert sich vor allem bei einem Gegenüber, das nicht sofort einspringt. Mit jemandem, der zusehen kann, wie du dich abmühst, ohne dir die Sache aus der Hand zu nehmen, und der trotzdem da bleibt. Das ist für viele eine ganz neue Form von Nähe. Sie fühlt sich am Anfang an, als würde man allein gelassen. Später merkt man, dass man zum ersten Mal ernst genommen wird.
Weitere Grundlagen über Prägung und die Lösungen von damals findest du unter Grundlagenwissen.
Quellen und Bezüge1 Quelle
Schiffrin, Holly H. / Liss, Miriam / Miles-McLean, Haley / Geary, Katherine A. / Erchull, Mindy J. / Tashner, Taryn — Helping or Hovering? The Effects of Helicopter Parenting on College Students’ Well-Being
Journal of Child and Family Studies 23 (3), 2014, S. 548–557.
DOI: 10.1007/s10826-013-9716-3
Ursachen-Analyse-Gespräch
Wenn du dich hier wiedererkennst.
Im Ursachen-Analyse-Gespräch schauen wir gemeinsam darauf, woher dein Muster kommt und was es heute noch steuert.
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